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Baskets verwandeln den ersten „Matchball“

09.03.2020

Vilsbiburg gewinnt Nervenschlacht gegen TuS Bad Aibling mit 89:84 (41:45)

Die Baskets Vilsbiburg haben gleich den ersten „Matchball“ verwandelt: Das Team von Cheftrainer Holger Prote zwang den Tabellenzwölften TuS Bad Aibling am Sonntag mit 89: 84 (41: 45) in die Knie und sicherte sich damit vor rund 700 Zuschauern in der Ballsporthalle bereits vier Spieltage vor Saisonende endgültig den Klassenerhalt in der 1. Regionalliga Südost. Mit elf Siegen, elf Pleiten und somit 22 Punkten rangieren die Niederbayern nun sogar auf Position sieben.
Das Match begann ganz nach dem Geschmack der Hausherren. Zumal Kenny Fluellen per „Dreier“ auf 3: 0 stellte. In dem Tenor hätte es aus Sicht der hiesigen Fans gerne weitergehen können – tat’s allerdings nicht. Beide Rivalen zockten fortan im Abschluss um die Wette – mit deutlichen Vorteilen für die Gäste. Die Oberbayern drehten den Spieß um und entschieden das erste Viertel über 19: 7 mit 25: 17 für sich.
Die zweite Runde war ebenfalls ein wilder Ritt. Zunächst pirschten sich die Vilstaler mit „Dreiern“ von Kenny Fluellen und Marin Jelicic sowie einem Korbleger von Marlon Pook auf 25: 27 heran, glichen durch Elias Weigel zum 35: 35 aus und zogen mit 39: 38 in Front. Das scherte die Gäste um Simon Bradaric (31 Zähler) und Mario Hack Vazquez (22) herzlich wenig. Sie eroberten flugs die Führung zurück und lagen in der emotionsgeladenen Nervenschlacht zur Pause mit 45: 41 vorne – und nach Abschnitt drei mit 66: 62.
Was im Schlussviertel folgte, war zwar nix für Basketball-Gourmets, dafür aber an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Marin Jelicic schuftete in der Defensive sowie in der „Abteilung Attacke“ wie ein Berserker, insbesondere Kendall Stafford pflückte sich reihenweise Rebounds (14) und vorne lief’s spürbar zielorientierter – bis zum 85: 74 (36.). Die Gäste versuchten es nun mit „Dreiern“ und verkürzten auf 84: 87. Nur gut, dass Kendall Stafford 32,5 Sekunden vor Ultimo zwei Freiwürfe zum 89: 84 versenkte.
„Das war reiner Abstiegskampf, Aibling hat uns alles abverlangt“, resümierte Coach Holger Prote – mit heiserer Stimme und sichtlich erleichtert: „Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben, wir hatten auch Glück.“ Wie wahr.

Baskets Vilsbiburg (Punkte/Dreier): Fluellen (24/3), Leierseder (5/1), Weigel (8/2), Billinger (3), Pook (11), Jelicic (19/2), Theisinger (1), Stafford (18), Märkl, Kraske, Circiroglu, Breitfeld. -MS- (Landshuter Zeitung)

VERBISSENER KAMPF: Marin Jelicic (re.) packte gegen Bad Aibling energisch zu und trieb die Baskets förmlich zum Erfolg.
Foto: Georg Soller / Vilsbiburger Zeitung