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Furioses erstes Viertel sichert Heimsieg gegen Tabellenführer

14.10.2018

Baskets Vilsbiburg schlagen Breitengüßbach 79:68 machen es am Ende aber nochmal spannend

 

Rund 700 Zuschauer in der Vilsbiburger Ballsporthalle sollten am Samstagabend einmal mehr auf ihre Kosten kommen. Die Baskets Vilsbiburg zündeten von Beginn an den Turbo und machten mit einem fast perfekten ersten Viertel frühzeitig alles klar. Auch wenn man am Ende nochmal zittern musste, konnte man gegen den Tabellenführer aus Breitengüßbach mit 79:68 (36:25) den dritten Heimsieg im dritten Heimspiel einfahren. Mit sechs Punkten belegen die Baskets so derzeit den vierten Tabellenplatz.

Die Hausherren erwischten die Gäste, die ohne ihren Topscorer Erik Land nach Niederbayern gereist waren, vom Sprungball weg auf dem falschen Fuss. Marc Vilas hatte sein Team unter der Woche defensiv perfekt eingestellt. Breitengüßbach konnte so in den gesamten ersten zehn Minuten nur ein einziges Mal aus dem Spiel heraus punkten, hielt sich allerdings mit fünf erzielten Freiwürfen etwas im Spiel. In der Offensive war es vor allem Andy Goderbauer der die Baskets auf Kurs brachte. 12 Punkte erzielte der Blondschopf binnen zwei Minuten, am Ende sollte er mit 19 Punkten Topscorer seines Teams sein, und brachte die Seinen so fast im Alleingang mit 18:5 (6. Spielminute) in Führung. Hoffmann, Circiroglu und Leierseder legten nach und ließen den Vorsprung bis zum Viertelende weiter anwachsen (25:8).

Auch wenn die Vilsbiburger im zweiten Abschnitt nicht an die starke Leistung des ersten Viertels anknüpfen konnten (11:17), lag man bis zur Halbzeit weiterhin zweistellig in Führung (36:25).
„Das erste Viertel war schon sehr nah dran am perfekten Viertel. Allerdings haben wir dann ein wenig die Konsequenz vermissen lassen und Breitengüßbach zurück ins Spiel gebracht. Neben einer bärenstarken Verteidigung waren meine Jungs bei der Reboundarbeit (am Ende 52:33) hellwach und dominierten auf beiden Seiten des Feldes die Bretter“, so ein zufriedener Headcoach in der Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Baskets dann alles klar zu machen. Erneut war es die starke Defensive die dafür sorgte, dass die Vilsbiburger das dritte Viertel gewinnen konnten (18:14) und am Viertelende mit 15 Punkten in Front lagen (54:39).

Doch wer glaubte das Spiel wäre damit gelaufen sollte eins besseren belehrt werden. Denn das Schlussviertel war einmal mehr nichts für schwache Nerven. Breitengüßbach spielte auf einmal mit der Souveränität eines Tabellenführers und kam Punkt um Punkt heran. Vilsbiburg wirkte mit der Aussicht auf den Sieg gegen den Tabellenführer etwas gehemmt. Bis vier Minuten vor dem Ende schmolz der einst so komfortable Vorsprung auf magere vier Punkte zusammen (59:55). Durch einen Zwischenspurt zogen die Baskets zwar wieder auf zehn Punkte davon (67:57), um die Güßbacher bis kurz vor Ende wieder in Schlagdistanz kommen zu lassen (69:65; 39. Spielminute). Doch weil die Vilsbiburger in der Schlussminute an der Freiwurflinie die Nerven behielten, geriet der Sieg am Ende nicht mehr in Gefahr. Mit 79:68 fügte man den Franken die erste Saisonniederlage zu.

„Ich hab bereits am Sonntag nach dem Spiel in Oberhaching gesagt wir gewinnen zu Hause gegen Breitengüßbach. Mit unseren Fans und der Heimatmosphäre im Rücken ist in der Ballsporthalle alles möglich. Nun muss es uns nur gelingen unsere starken Leistungen auch auswärts aufs Feld zu bringen“, so Kapitän Michael Mayr nach dem Spiel.

Gelegenheit dazu haben die Vilsbiburger bereits nächstes Wochenende. Dann gastiert das Vilas-Team am Samstagabend (Spielbeginn 20:00 Uhr) bei den OSB Hellenen München.

 

Baskets (Punkte/Dreier): Circiroglu (2), Barovic (12), Leierseder (11/3), Hoffmann (14/1), Billinger, Mayr (9/1), Möllenkamp, Wagner (6), Theisinger, Dell, Goderbauer (19/3), Corsi (4)

 

Andy Goderbauer war im ersten Viertel „on fire“. Innerhalb von zwei Minuten erzielte er 12 Punkte und brachte die Baskets früh auf die Siegerstraße. Auch im Schlussviertel, als es nochmal eng wurde, erzielte er wichtige Punkte und avancierte mit 19 Punkten (davon drei Dreier) zum Topscorer der Partie.
Foto: Georg Soller